Tag Archive for 'angst'

Kopfhörer Recordings hilft Haiti

Hallo Leute,

das, was derzeit in Haiti passiert, ist für einen Menschen alleine überhaupt nicht zu begreifen. Jedenfalls liegen die Geschehnisse dort außerhalb meiner Vorstellungskraft. Wirklich schlimm. Ich sag’ nur: “Angst vor Naturkastatrophen, Angst vor ‘nem Erdbeben…”

Viel können wir nicht tun. Aber ein bisschen: Kopfhörer Recordings wird bis zum 25. Februar 2010 für jeden im KHR-Shop verkauften Artikel 1 EUR an die Opfer in Haiti spenden. Vielleicht also ein Grund mehr, sich beispielsweise mit “Angst” einzudecken.

Bestes,
Donato

Rap.de rezensiert "Angst"

Hallo Leute,

etwas überraschend hat Rap.de eine Review zu “Angst” online gestellt. Der Inhalt indes überrascht weniger. Aber lest und urteilt selbst: http://rap.de/reviews/music/1921

Bestes,
Donato

Elemente feat. Morlockk Dilemma, Inferno79 & Absztrakkt

Elemente feat. Morlockk Dilemma, Inferno79 & Absztrakkt
Musik: D. Iwanistschew
Text: M. Donato, F. Luniak, M. Marr, C. Naber
Produziert und arrangiert von Ill-Luzion

Morlockk Dilemma:
Du kannst mich nicht sehen, doch wenn ich es will, spürst du den kalten Zyklon/ denn ich mach einen schlafenden Bach zu einem reißenden Strom/ Ich trage die Erde ab und nähre das Feuer/ lass mich aufbrausen und ich zerstöre Lebensräume, Städte und Häuser/ Hüte dich gut vor dem Werk meines Zorns, ich lehr dich die Furcht/ denn wer mich sät, steht zur Ernte tief im Kern meines Sturms/ Ich trage die Pollen zur Blüte, trage den Staub aus der Stadt/ reibe die Felsen zu Sand, puste die Tauben vom Dach/ Noch bin ich still, doch bedenke, dass die Ruhe trügerisch ist/ denn ich peitsch das Meer auf, auf dass die Welle über dir bricht/ Du kannst mich nicht bändigen, kannst mich nicht zivilisieren/ Solange du meine Luft atmest, bleibst du ein Teil meines windigen Spiels/ Du fühlst dich stets meinem Druck ausgesetzt/ denn ich bin noch da hast du schon längst die letzte Luft rausgepresst/ ich puste dich um und nehm dir den Atem/ denn wenn du schon untergehst, dann wenigstens mit wehenden Fahnen

Donato:
Ich überflute diesen Zirkus, ihr gerät in den Strudel / und klappt zusammen wie Eltern von schwangeren Teens, wenn ich huste / Ihr habt kein Gegengift, keine Waffen, die gegen mich fruchten / trotzdem bin ich in Gegenden gefragt wie ledige Nutten / Es ist nicht Regen, den ich spucke, nicht die Tränen, die kullern / es sind Träume, die ich zerplatzen lass, wie Elend und Hunger / ich bin nicht leicht zu berechnen, ich zeig keine Schwächen / kein Seil kann mich fesseln, vergesst Säcke, weil Dämme jetzt brechen, schwimm mit dem Strom / Ich reiße dich mit, du sitzt in einem Boot? Das reicht dir jetzt nicht / Ich komme vorbei und zerreiße die Segel, ich bleib in Bewegung und reiße dich mit / Nichts mehr mit Gleichgewicht, schwerelos wie ein Astronaut / der Wasserspiegel steigt unablässlich, ich flute jedes Haus / Ich bin hinterfotzig wie ein Schuss in den Rücken / du guckst in den Rückspiegel und schwups sind Flüsse auf Brücken / Ich lösche Brände so wie Feuerwehrmänner, ich lass dich nicht atmen / also flüchte in einen Bunker, denn sonst schick ich dich schlafen – für immer

Inferno79:
Ich rauche aus allen Poren und verzehre ganze Städte / meine Aura ist das Fegefeuer, ich verbrenne die Oberfläche / Ich brauche Luft zum Wachsen und fließe wie Lava / die Menschen fürchten meine Kraft, ich bin Terror wie Baader / Du kommst ins Schwitzen, wenn der Teufel mit dir tanzt / Ich kreise dich ein und baue mich auf wie eine Feuerwand / Getrieben vom Wind, ich lasse dir heute keine Ruhe / ich bin wilder als sonstwas und steigere meine Temperatur / Ich schmelze Stahl und rauche wie Öfen im Pott / Moses suchte Rat und sprach durch Feuer mit Gott / Ich bin überlegen, wenn ich dich wie Wasser verdampfe / Berühre deinen Körper und forme ihn gleich zu Asche / Du kannst flüchten, doch stirbst an Rauchvergiftung / komme aus jeder Richtung und überliste jede Dichtung / Schau in meine Augen, reflektiere Hellboys Leben / Außer Kontrolle, ein Spiel nach eigenen Regeln

Absztrakkt:
Ihr trampelt auf mir rum, doch ich werde vom Wind gefärbt / vom Wasser gestreichelt und vom Feuer genährt / spucke Kristalle und Mineralien gegen Frust und Leid / Mein Rapstyle abstrakt, bodenständige Fruchtbarkeit / Wert, dass man sich für mich opfert, denn mit dieser Glut hier im Bauch / sauge ich eure Tränen und euer Blut in mir auf / Ich stehe nie ganz still, und doch wirke ich träge / nur weil ich Zerstörung bringe, wenn ich mich bewege / Sie erreichen durch das Verbreiten von Furcht Kontrolle / aber mach es wie ich – unterwerfe dich nur der Sonne / Für mich ist der Mensch ein faules, hungriges Tier / doch ohne Respekt kann ich ihm keinen festen Grund garantieren / Am Ende deines Lebens kommst du eh runter zu mir / und wirst meinen Staub fressen wie ein verwundeter Stier / Alles, was geschieht, spielt sich ab unter uns vieren / Alles! Du bist machtlos im Wandel des Seins

Auf der Flucht

Auf der Flucht
Musik: A. Fabritius
Text: M. Donato
Produziert und arrangiert von Duktusbeats

Eiskalt, ich lauf raus, und hoffe, ich tau auf / und scheiß drauf, was andere denken, ich streck den Bauch aus / als Schutz vor dem Frost, ich trag Frust in meinem Kopf / doch ich muss raus, sonst ersticke ich am ganzen Schutt, den ich kotz / Und ich lauf los, ich hoffe, ich werde den Staub los / der wie eine Wolkendecke beharrlich über mein Haus zog / und mir die Sicht versperrt und verdunkelt, ich brauche Flutlicht / oder Nebelscheinwerfer doch isch ´abe gar keine Auto / Hier ist ein Schrebergarten und ich brech eine Laube auf / öffne die Tür und schon fliegen die ersten Tauben raus / ich höre ne Stimme, “was ist da draußen so laut?”/ und eine Taschenlampe erleuchtet und fokussiert dieses Taubenhaus / Ich schmeiß mich ins Gebüsch, hoffend, dass er mich nicht erwischt / verhalte mich so lange ruhig, bis er geht und das Licht erlischt / Psst, jetzt kommt dieser Dicke am Gebüsch vorbei / vielleicht schöpft er ja doch verdacht und ruft danach die Polizei / Schwein gehabt, er ist weg, ich geh wieder rein / such mir einen Platz, leg mich hin, penn eine Stunde oder zwei / wache auf und suche Licht, schaue mich um / „was ist wenn der Typ jetzt kommt?” Egal dann hau ich ihn um / Und egal, ob es passiert, wenn es passiert passiert´s, wenn nicht, dann nicht / da liegt ein Koffer, ich nehm ihn mit, vielleicht mit Geld, vielleicht auch nicht / Ich lauf zurück, versteck mich in einem Gebüsch / und zück mein Messer, brech ihn auf, ihr glaubt nicht, was da drinne ist!

Wenn dich jemand fragt, ob du weißt, wo ich bin, sag / „Ich hab ihn nicht gesehen!“ Denn ich bin auf der Flucht / Kein Ton, kein Wort, keinen Mucks / wenn dich jemand fragt, wo ich bin? Psst, ich bin auf der Flucht

Ich laufe mit dem Koffer durch die Nacht, verflixt, wohin damit / in meine Wohnung? Bringt mir nichts, egal wohin, die finden mich / was mach ich jetzt, am besten ich bring ihn zurück / aber wenn sie mich jetzt erwischen, dann schicken sie mich zurück / und zwar mit abgetrennten Fingerkuppen, ich zitter am ganzen Leib / vielleicht schmeiße ich den Koffer einfach in einen Teich / oder ich bring ihn zur Polizei, doch was soll ich erzählen / “ich hab einen Koffer geklaut, guckt da mal rein!” / Nein, ich mach es anders, such mir eine Karre und schließ sie kurz / nehme die Autobahn und fahre Richtung Luxemburg / nehme mir eine Prise aus dem Koffer, denn ich halt es nicht durch / ich schnupfe das weiße Zeug und fahre auf die falsche Spur / Ich höre die Autos hupen, ihre Lichter blenden mich / versuche auszuweichen, highspeed, ich bremse nicht / immer weiter, bis der Sprit im Tank zu Ende ist / und dann jag ich die Karre in die Luft, egal, da kenn ich nichts / Der Tank ist leer, ich stell das Auto an den Straßenrand / und lauf zur nächsten Tanke, komm zurück und zünde das Auto an / Da kommen die Bullen, Shit, ich schmeiße mich in einen Busch / wenn dich jemand fragt, psst, ich bin auf der Flucht!

Du fehlst

Du fehlst
Musik: T. Szypula
Text: M. Donato
Produziert und arrangiert von Drop One

Ich denk an früher, höre deine Stimme / und frag mich in diesem Moment, ob es geht, dich wiederzufinden / und was du so treibst, wie es dir geht, wo du wohnst / ob du mich kennst, weißt wer ich bin und die Suche sich lohnt / ich weiß, dreizehn Jahre sind eine lange Zeit, Zeit vergeht / ich hab viel von dir gelernt, die Zeit mit dir hat mich geprägt / Ich wäre ein besserer Mensch, könnte ich dich sehen / delam barat tang shodeh, yascha pouruschanzade

Seitdem du weg bist, ist hier alles so trist / alles kalt, wunden voll Salz, oft merk ich es nicht / bin betäubt, ich war zu jung, um zu begreifen, was passiert / und was folgt, wenn eine Mutter ihre Mutter verliert, Schmerz / Alles verliert an Wert, alles zerbricht / wie mein Herz, du gingst zum Herrn, Tränen trüben die Sicht / ich fühle mich nicht, erstarre und lese Briefe von dir / vergebens waren Wünsche, dich nie zu verlieren / Du fehlst

Ich habe aufgehört, die Tage zu zählen / wahrscheinlich tut es in ein paar Jahren noch weh / du bist nicht mehr hier / Gingen im Streit, wir waren doch die besten Freunde / nichts konnte uns trennen, denn wir träumten die gleichen Träume / doch Drogen zogen dich runter, ich ließ dich alleine / ich glaubte, mir fehlte die Kraft, um dich zu ziehen aus der Scheiße / Du musstest glauben, dass du nichts für mich bist / aber so ist es nicht, es ist das Gegenteil: Ich vermisse dich