Auf der Flucht
Musik: A. Fabritius
Text: M. Donato
Produziert und arrangiert von Duktusbeats
Eiskalt, ich lauf raus, und hoffe, ich tau auf / und scheiß drauf, was andere denken, ich streck den Bauch aus / als Schutz vor dem Frost, ich trag Frust in meinem Kopf / doch ich muss raus, sonst ersticke ich am ganzen Schutt, den ich kotz / Und ich lauf los, ich hoffe, ich werde den Staub los / der wie eine Wolkendecke beharrlich über mein Haus zog / und mir die Sicht versperrt und verdunkelt, ich brauche Flutlicht / oder Nebelscheinwerfer doch isch ´abe gar keine Auto / Hier ist ein Schrebergarten und ich brech eine Laube auf / öffne die Tür und schon fliegen die ersten Tauben raus / ich höre ne Stimme, “was ist da draußen so laut?”/ und eine Taschenlampe erleuchtet und fokussiert dieses Taubenhaus / Ich schmeiß mich ins Gebüsch, hoffend, dass er mich nicht erwischt / verhalte mich so lange ruhig, bis er geht und das Licht erlischt / Psst, jetzt kommt dieser Dicke am Gebüsch vorbei / vielleicht schöpft er ja doch verdacht und ruft danach die Polizei / Schwein gehabt, er ist weg, ich geh wieder rein / such mir einen Platz, leg mich hin, penn eine Stunde oder zwei / wache auf und suche Licht, schaue mich um / „was ist wenn der Typ jetzt kommt?” Egal dann hau ich ihn um / Und egal, ob es passiert, wenn es passiert passiert´s, wenn nicht, dann nicht / da liegt ein Koffer, ich nehm ihn mit, vielleicht mit Geld, vielleicht auch nicht / Ich lauf zurück, versteck mich in einem Gebüsch / und zück mein Messer, brech ihn auf, ihr glaubt nicht, was da drinne ist!
Wenn dich jemand fragt, ob du weißt, wo ich bin, sag / „Ich hab ihn nicht gesehen!“ Denn ich bin auf der Flucht / Kein Ton, kein Wort, keinen Mucks / wenn dich jemand fragt, wo ich bin? Psst, ich bin auf der Flucht
Ich laufe mit dem Koffer durch die Nacht, verflixt, wohin damit / in meine Wohnung? Bringt mir nichts, egal wohin, die finden mich / was mach ich jetzt, am besten ich bring ihn zurück / aber wenn sie mich jetzt erwischen, dann schicken sie mich zurück / und zwar mit abgetrennten Fingerkuppen, ich zitter am ganzen Leib / vielleicht schmeiße ich den Koffer einfach in einen Teich / oder ich bring ihn zur Polizei, doch was soll ich erzählen / “ich hab einen Koffer geklaut, guckt da mal rein!” / Nein, ich mach es anders, such mir eine Karre und schließ sie kurz / nehme die Autobahn und fahre Richtung Luxemburg / nehme mir eine Prise aus dem Koffer, denn ich halt es nicht durch / ich schnupfe das weiße Zeug und fahre auf die falsche Spur / Ich höre die Autos hupen, ihre Lichter blenden mich / versuche auszuweichen, highspeed, ich bremse nicht / immer weiter, bis der Sprit im Tank zu Ende ist / und dann jag ich die Karre in die Luft, egal, da kenn ich nichts / Der Tank ist leer, ich stell das Auto an den Straßenrand / und lauf zur nächsten Tanke, komm zurück und zünde das Auto an / Da kommen die Bullen, Shit, ich schmeiße mich in einen Busch / wenn dich jemand fragt, psst, ich bin auf der Flucht!