Monthly Archive for Mai, 2009

Das zweite Album: Verdammtnomma

Hallo Leute,

nach längerer Verschnaufpause melde ich mich heute wieder zu Wort, um euch Einblick zu gewähren. „Wurde auch mal Zeit!“, höre ich euch jetzt in den Bildschirm brüllen. Und was soll ich sagen: Recht habter.

Zunächst mal möchte ich, weil ich kurioserweise ab und an darauf angesprochen werde, mit einem Mythos aufräumen. Mit meinen Profileviews. NEIN, natürlich habe ICH die NICHT manipuliert. Aber: Ich bin mir sehr sicher, dass die derzeit knapp über 200.000 Views nicht der Wahrheit entsprechen und um den einen oder anderen Tausender zu hoch gegriffen sind. Eine Erklärung habe ich für dieses Phänomen dennoch nicht. Abschließend, und das sage ich auch jedem, der mich darauf anspricht: Diese Zahlen sind mir völlig schnuppe. Wenn eine Zahl mir überhaupt etwas gibt, dann sind es die Plays, denn die zeigen mir, dass es an der MUSIK interessierte Leute gibt. Und darum geht es hier schließlich auch, oder? Und deshalb auch wieder schnell zurück zu ihr. ;)

Sicher fragt ihr euch (immer noch), wann das Album denn jetzt mal kommt. Kurz und bündig: Es gibt einen angepeilten Termin, der sich in der zweiten Jahreshälfte befindet. Ob wir den Termin halten können, steht in den Sternen. Nach wie vor warte ich auf ein, zwei Arrangements, die bisher noch nicht eingetrudelt sind. Darüber hinaus teste ich gerade alternative Versionen bestimmter Songs aus, um das Album noch schöner, besser, ordentlicher, geiler zu machen. Birgt natürlich andererseits die Gefahr, dass es so nie fertig wird, weil ich als Perfektionist traditionell selten bis nie restlos zufrieden oder gar begeistert bin.

Apropos Releasedate: Ich merke gerade, wie mich dieser ganze Quatsch abnervt. Releasedates, Vertriebsfristen, Pressefotos machen, GEMA-Zeugs, mit verantwortlichen Personen Inhalte, Songs und Beats abstimmen, Meinungen holen, sich ums Artwork kümmern, Inhalte fürs Booklet zusammenschreiben, Spuren exportieren, Mischen lassen, feedbacken, Mastern lassen, Geld lassen – es geht mir so unendlich auf die Nerven. Dabei habe ich einiges von dem, was ich eben aufgezählt habe, noch vor mir. Alles für ein Stück Plastik, das heute eh keine Sau mehr kauft. So sehr ich physische Tonträger liebe, weil man etwas in der Hand hält: Für einzelkämpfende Musiker macht es wirklich keinen Sinn mehr, pressen zu lassen. Die Zeit kann man sich gut und gerne schenken und in sein Privatleben investieren. Oder eine schöne Zeit haben. Oder einfach noch mehr gute Musik machen. Oder…

Ich finde, ich sollte mich endlich wieder auf die Musik an sich konzentrieren. Und sie so machen, wie ich das will. Und keinesfalls Sachen machen, die ich NICHT will. Keine Kompromisse eingehen und so. Ihr wollt doch ein Donato-Album, oder? Oder doch lieber eines, wo für jeden etwas dabei ist? Eines, das möglichst für jeden etwas bereithält, das den Geschmack eines jeden irgendwo abdeckt? Ein Party-Album, ein fröhliches „Ich-liebe-die-Welt“-Album, ein Studentenrap-Album, nur damit ich vielleicht 20 Alben mehr verkaufe und ich mehr Leute erreiche?

Ich glaube nicht, dass ihr das wollt. Dumm nur, dass ich manchmal dazu neige, mich von gewissen Faktoren beeinflussen zu lassen. Diese Faktoren muss ich baldmöglichst minimieren, sonst wird mir, und das merke ich jetzt schon, die Lust an der Musik vergehen. Was das letztlich für Folgen haben wird, sehen wir noch im Laufe des Jahres. Bis dahin habe ich mich wahrscheinlich auch wieder beruhigt. Und ihr? Habt „Angst“!

Ach übrigens: Ich habe mich anstecken lassen und twittere fleißig. Schaut bei Gelegenheit doch einfach mal vorbei: http://twitter.com/donatoeins

Beste Grüße,
Donato